Wo werde ich besteuert, wenn ich in der Schweiz und im Ausland tätig bin?
Grundsätzlich dort, wo die Gesellschaft ihren Sitz oder ihre tatsächliche Verwaltung hat. Kommt eine Betriebsstätte im anderen Staat hinzu, wird der auf sie entfallende Gewinn dort besteuert.
Wie die Aufteilung zustande kommt
Über das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und dem betreffenden Staat. Die Schweiz hat mit über hundert Staaten solche Abkommen, darunter mit allen Nachbarländern. Sie bestimmen, welcher Staat welchen Teil besteuern darf und wie eine doppelte Belastung vermieden wird.
Die beiden Methoden
- Freistellung — der Sitzstaat nimmt die ausländischen Einkünfte aus, berücksichtigt sie aber beim Satz. Das ist der Regelfall im Verhältnis der Schweiz zu Österreich und Deutschland.
- Anrechnung — die im Ausland gezahlte Steuer wird auf die inländische angerechnet. Üblich bei Quellensteuern auf Zinsen und Lizenzen.
Hinweis: Ob eine Betriebsstätte entsteht, entscheidet sich an Tatsachen — an festen Einrichtungen, an Personal, an Vollmachten. Wer das erst bei der Veranlagung klärt, klärt es zu spät. Diese Einschätzung ersetzt keine individuelle steuerliche Prüfung.
Zuletzt aktualisiert am 22.08.2026 von Elrico Tschann.
In welchem Kanton soll die Gesellschaft sitzen?
Diese eine Angabe entscheidet in der Schweiz mehr als die Rechtsform: die Steuerbelastung, das zustaendige Handelsregisteramt und einen Teil der Bewilligungen. Sagen Sie uns, wo Sie hinwollen und was Sie vorhaben — wir sagen Ihnen, was daraus folgt.
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